Orientalischer Tanz
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Tour de Türk – einmal Köln und zurück

Pünktlich um neun war ich am vereinbarten Treffpunkt. Meine Wenigkeit, die Technikerin, vier Musiker und der Manager des bevorstehenden Events wollten nun den langen Weg nach Köln antreten. Es fehlte: ein Musiker. Die Tatsache, dass er zwei Hauseingänge von unserem Treffpunkt entfernt wohnte hielt ihn leider nicht davon ab, eine dreiviertel Stunde nach dem vereinbarten Termin auf der Bildfläche zu erscheinen. Mit einem breiten Strahlen im Gesicht erzählte er nun eine sehr lange Geschichte, welche ich nicht verstand, den er sprach türkisch. Ich vermutete nur aus der Art und Weise der Berichterstattung, dass es etwas äußerst Spaßiges, sehr Aufregendes gewesen sein muss. Was auch immer einem zwischen dem Aufstehen und den zwei Wegminuten an einem Samstag Morgen passieren kann???

Im Auto unterhielten sich dann die Musiker weiter, (wahrscheinlich über Musik) in einer Lautstärke, dass ich weder in der Lage war, den Schlaf der Gerechten zu tätigen, noch mich auf irgendwelche Arbeiten zu konzentrieren, die ich vorhatte am Laptop zu unternehmen. Ich warf also eine Lern-DVD ein und studierte einige Schrittkombinationen. Ich habe mich zwischendurch gefragt, ob die Menschen auch mal atmen, denen muss doch die Luft ausgehen oder brauchen sie keine Denkpause, um das Folgende zu formulieren. Wie machen die das?

Nebenher läuft eine Radiosendung und sie stellen das Buch von Dr. Bedecke vor: „Warum man Spaghetti nicht durch zwei teilen kann“. Klingt spannend denke ich, werde aber prompt wieder in den „Informationsstrudel“ der Musiker gezogen. Interessant an dieser Sache ist, dass sich der Mensch doch eigentlich auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren kann, auch wenn z.B. in der Umgebung eine Sprache gesprochen wird, die er kaum versteht. Irrtum? Meine Vermutung geht dahin, dass es viel mehr die Intonation und die Hingabe an das zu Erzählende ist, die uns von den eigenen Gedanken ablenkt, bzw. uns schwer auf unsere eigenen Dinge konzentrieren lässt. Sicher spielt die Lautstärke ebenfalls eine Rolle, aber diese nahm mit fortschreitender Zeit immer mehr ab, so dass das Argument eher unwichtig wurde. What ever!

Wir haben jetzt noch die Hälfte des Weges vor uns und ich habe schon eine Träne im Knopfloch, weil mein Akku gleich alle ist und ich nicht mal mehr Tanzvideos gucken kann.

Beim nächsten Halt gibt’s dann erst einmal n‘ Käffchen na und dann …. Schaun wa mal!

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